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GALLUS
 
 
Die Wege des hl. Gallus
Zusammengestellt aufgrund des Buches von Max Schär, Gallus. Der Heilige seiner Zeit. Schwabe-Verlag 2011. Die Seitenangaben beziehen sich auf dieses Buch. 
560/570 Gallus wird wahrscheinlich im Raum Vogesen/Elsass geboren (S.501)
590 Columban und 12 Mönche brechen von Bangor, Irland, auf – ob Gallus dabei war, ist nicht sicher. Überwinterung in der Bretagne (S.77)
591 Gründung des Klosters Annegray (heute La Voivre)
593 Gründung des Klosters Luxeuil (heute Luxeuil –les-Bains)
  Gründung des Klosters Fontaines (heute Fontaines-les-Dijon in Dijon)
  Gallus lebt ca 15 Jahre im Kloster Luxeuil. Er wird zum Priester geweiht. König Theuderich schafft Columban nach Besançon aus (S.79).  Gallus begleitet ihn zusammen mit anderen Brüdern. Zur Ausrüstung gehört ein Pilgerstock und eine Pilgertasche.
Columban kehrt nochmals nach Luxeuil zurück und wird wieder nach Besançon ausgeschafft. (S.105)
  Auf Römerstrassen ziehen sie nach Autun, Avallon, Auxerre bis Nevers. Auf der Loire weiter nach Orléans und zum Grab des hl. Martin in Tours. Von dort nach Nantes. (S.105)
  In einer weiteren Etappe führt der Weg von Nantes nach Paris, Meaux, Ussy-sur-Marne bis Metz.  (S.106)
  Von dort führt die Reise auf dem Wasserweg via die Mosel und den Rhein nach Mainz, Basel, Koblenz CH und via Aare und Limmat nach Zürich. (S.106)
611 In der Mitte des Jahres Ankunft in der Schweiz.  Zu Fuss gehen sie entlang der linken Zürichsee-Seite bis Tuggen.
  Es folgt der Weg von Tuggen nach Arbon. Dieser ist nicht bekannt. Es gibt die Variante über Kempraten, Irgenhausen, Oberwinterthur, Pfyn (S.115) oder eine direktere Variante über den Ricken (Laad), Gebiet von Burgau, Flawil, Amriswil. In Arbon empfängt sie der Priester Willimar.
  Columban möchte nach 7 Tagen zusammen mit Gallus nach Bregenz, um die Leute zu bekehren. Sie fahren wohl mit dem Schiff.  (S.165) Columban beauftragt Gallus, dem Volk zu predigen. Dieser zerstört Götzenbilder. Einige bekehren sich, andere werden wütend. (S.215) Diese verklagen ihn bei Herzog Gunzo. (S.219) Columban weiht die Aurelia-Kirche (S.210) Diese stand wohl am Ort der heutigen Stadtkirche St.Gallus. (S.174) Columban und Gallus fahren nochmals nach Arbon und holen die Mönchsschar nach. (S.173)
  In Bregenz bauen sie etwas klosterähnliches auf. Es ist damit das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum. Zum Gebet wird mit einer Glocke gerufen (evtl. die Gallus-Glocke, die im Chorraum des Doms von St.Gallen ausgestellt ist. (S.173)
612 Im Frühsommer verlässt Columban Bregenz. Columban zieht weiter nach Italien und gründet das Kloster Bobbio. (S.86)
  Gallus hat Fieber und will gegen den Willen von Columban in Bregenz bleiben. Er wird von Columban wegen Ungehorsam exkommuniziert, d.h. er darf die Messe nicht mehr lesen. (S.86) Gallus fährt nach Arbon (S.87) Dort empfangen ihn der Priester Willimar, die Diakone Hilitbod, Magnoald und Theodor.
612 / 613 Gallus erkundet zusammen mit dem Diakon Hiltibold aus Arbon den Steinacherwald und wird so zum Wasserfall der Steinach in der heutigen Mühlenenschlucht gelangen. Die Ankunft dort ist im späten 612 oder im 613 zu datieren (S. 116) Er stellt aus Haselruten ein Kreuz auf und hängt daran die Pilgertasche mit drei Reliquien von Maria, Desiderius von Vienne und Mauritius.(Wetti)
Gallus bleibt in einem Dornenstrauch hängen und sieht dies als Zeichen, dass er bleiben soll. Er zitiert aus Psalm 132,14: 'Lass mich, hier ist meine Ruhestatt für alle Zeiten; hier will ich wohnen, weil ich sie erwählt habe.' (S.118) Als Ort wird die Stelle vermutet, an der heute der Altar der Galluskapelle steht.
Sie essen Fisch. Gallus zieht sich zum Gebet zurück.
Ein Bär taucht auf. Gallus befiehlt ihm, Holz zu bringen. Als Lohn bekommt er Brot. (S.120) Am nächsten Morgen begegnet Diakon Hiltibod am Strudel zwei 'Dämonen' in Frauengestalt. Mit Gebet werden sie von Gallus und dem Diakon vertrieben. Gallus bleibt danach drei Tage allein im Wald zurück. Am vierten Tag kehrt er nach Arbon zurück. (S.121)
613 Am siebten Tag nach der Rückkehr erhält Willimar einen Brief von Herzog Gunzo mit dem Befehl, Gallus nach Überlingen zu bringen, damit er seine erkrankte Tochter Fridiburga heile. (S.123) Gallus geht zu seiner Zelle und am nächsten Tag nach Grabs begleitet von zwei Männern (Angst vor Gunzo?) Er sagt, man solle ausrichten, er wolle zu Columban nach Bobbio ziehen. (S.123)
  Der Weg nach Grabs ist unbekannt. Er führt über den Alpstein. Allenfalls über Weissbad, Sämtisersee, Saxerlücke zum Wald südlich des heutigen Sennwald (Schlosswald) bis nach Grabs. (S.128)
  Der Priester Willimar reist nach Überlingen, um den Herzog zu informieren. Dieser verlangt erneut nach Gallus und stellt für ihn das Bischofsamt in Konstanz in Aussicht.
  In Grabs trifft Gallus auf den Diakon Johannes. Er bleibt sieben Tage bei ihm. Es wird nun Gallus klar, dass er in die Einsamkeit des Steinachwaldes gehört. Willimar aus Arbon findet ihn in Grabs und bewegt ihn zur Rückkehr. Gallus kehrt von der Flucht zurück (S.131) zu seiner Zelle. Dann zum Kastell Arbon.
  Gallus fährt nun per Schiff mit zwei Begleitern nach Überlingen und kann die Tochter Fridiburga heilen. Der Dämon klagt, er sei schon in Tuggen und in Bregenz vertrieben worden. Der Herzog Gunzo möchte ihm zum Dank das Bischofsamt von Konstanz schenken. Gallus lehnt ab.
  Gallus bereitet den Diakon Johannes während drei Jahren auf das Bischofsamt vor.
615 Im April findet eine Synode in Konstanz statt. Gallus wird zum Bischof gewählt. Er lehnt die Wahl ab und schlägt seinen Schüler Diakon Johannes aus Grabs vor. Dieser wird gewählt. Gallus hält im Weihegottesdienst in Konstanz die Predigt. (S.177) Gallus bleibt noch sieben Tage in Konstanz.
  Der Bau des Oratoriums und der umliegenden Häuschen wird fortgesetzt. (S.185) Bischof Johannes von Konstanz und Herzog Gunzo beordern Hilfen zum Bauen. (S.192)
  Gallus sieht in der Nacht vom 23. November, dass Columban gestorben ist. Für ihn liest er das erste Mal wieder eine Messe. Er schickt den Diakon Maginald nach Bobbio um zu erkunden, was geschehen ist. Er bringt einen Brief und den Krummstab von Kolumban zurück.
Beim Bau der Zellen wächst während einer Pause ein zu kurz geratenes Brett von selbst nach.
629 Eine Delegation von sechs irischen Mönchen aus Luxeuil sucht Gallus auf, da der dortige Nachfolgeabt von Columban  - Abt Eustasius - verstorben ist. Gallus soll neuer Abt werden. Er lehnt ab. (S.89)
650? Mit 95 Jahren wird Gallus gebeten, wieder in Arbon zu predigen. Er sagt zu und erkrankt nach zwei Tagen. Nach zwei Wochen stirbt er in Arbon am 16. Oktober. Er soll in Arbon beerdigt werden, doch höhere Zeichen sehen St.Gallen als Beerdigungsort vor. (S.90) Ungezähmte Pferde führen den Leichnam ohne menschliche Führung zu seiner Zelle.

 

 

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